Sarah Primus und Juliane Schulz vom Vorstand des Landesjugendrings NRW überreichen die Bündnis für Freiräume-Uhr an Jugendministerin Christina Kampmann.

Landesjugendring NRW verschenkt Zeit

»Bündnis für Freiräume« fordert mehr frei gestaltbare Zeit für junge Menschen

Am kommenden Sonntag ist es wieder so weit: Die Sommerzeit beginnt und die Uhr wird um eine Stunde vorgestellt. „Bei der Zeitumstellung geht sozusagen eine Stunde verloren – deswegen verschenken wir im Rahmen des ›Bündnis für Freiräume‹ mit unseren Uhren symbolisch ein wenig Zeit“, erklärt Sarah Primus, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW. „Die erste Uhr haben wir der Jugendministerin Christina Kampmann übergeben, die zugesagt hat, sich gemeinsam mit uns für mehr Freiräume für junge Menschen einzusetzen.“

Das vom Landesjugendring NRW initiierte „Bündnis für Freiräume“ setzt sich dafür ein, dass junge Menschen wieder über mehr Zeit verfügen, die sie selbst gestalten können. Der gesellschaftliche Leistungsdruck geht zulasten der Jugendlichen, denen häufig Zeit für wichtige Erfahrungen und Entspannung fehlt. Das Bündnis, das auch von Vertreter/innen der Kinder- und Jugendärzte unterstützt wird, fordert darüber hinaus mehr Beteiligung in Entscheidungsgremien von Schulen, Ausbildung und Hochschulen sowie ein entschleunigtes Lernen.

„Um die Forderungen des Bündnisses umzusetzen, braucht es eine Sensibilisierung für die Bedürfnisse junger Menschen in vielen unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Wir dürfen sie nicht nur als zukünftige Leistungsträger/innen betrachten, sondern müssen sie als Individuen ernst nehmen“, ergänzt Sarah van Dawen-Agreiter, Referentin für Jugendpolitik beim Landesjugendring NRW.

Die Uhren gehen vor Ort aktiven Jugendlichen zu, die sich dem Thema widmen sowie gesellschaftlichen Akteuren, die sich für mehr zeitliche und räumliche Freiräume für junge Menschen einsetzen.